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Die Dingle-Halbinsel liegt im Südwesten Irlands und ragt weit in den Atlantik. Hier lesen Sie, wo sie liegt, was man dort sieht und welche Orte sich lohnen.
Lage
Die Dingle-Halbinsel (englisch Dingle Peninsula, irisch Corca Dhuibhne, nach einer alten Stammesgruppe) liegt in Irland, im County Kerry, in der Provinz Munster.
Sie ist rund 50 Kilometer lang und im Durchschnitt etwa 9 Kilometer breit. Ihren englischen Namen hat sie vom Ort Dingle (irisch An Daingean), der im Westen der Halbinsel liegt.
Neben dem Ring of Kerry, der um die südlich anschließende Iveragh-Halbinsel führt, gehört sie zu den wichtigsten Anziehungspunkten für Reisende im Südwesten Irlands.
Im Westen der Halbinsel wird noch Irisch gesprochen. Solche irischsprachigen Gebiete heißen Gaeltacht.
Land und Küste
Die Halbinsel ist bergig. Im Westen fallen Klippen steil ins Meer, dazwischen liegen grüne Hänge und kleine Buchten mit hellem Sand. Der Mount Brandon ist mit 952 Metern der höchste Berg.
Das Wetter am Atlantik wechselt schnell. Auf Regen und Nebel kann Sonne folgen, und oft zieht in der Ferne noch ein Schauer über das Wasser.
Meeresrauschen
Orte
Hauptort
Der Ort liegt am Hafen. Verträumte kleine Straßen und typische Irish-Pubs prägen ihn.
Am Abend hört man dort für gewöhnlich traditionelle Folksongs.
Küstenstraße
Der Slea Head Drive führt an der Westküste entlang, mit weiten Ausblicken auf das Meer und die Blasket-Inseln.
Nahebei liegt Dunmore Head, der westlichste Punkt des irischen Festlands.
Passstraße
Eine schmale, kurvige Straße über die Berge zwischen Dingle und der Brandon Bay. Sie zählt zu den höchsten Straßenpässen Irlands.
Fahren Sie langsam, denn die Straße ist stellenweise nur einspurig.
Strand
Ein langer, flacher Sandstrand auf einer Nehrung, die weit in die Dingle Bay ragt.
Der Strand ist mehrere Kilometer lang, im Hintergrund stehen Berge.
Frühes Christentum
Eine kleine Steinkapelle, gebaut ohne Mörtel. Sie sieht aus wie ein umgedrehtes Boot.
Wann sie entstand, ist unter Fachleuten umstritten.
Inselgruppe
Vor der Westspitze liegen die Blaskets. Bis 1953 lebte dort eine irischsprachige Gemeinschaft, heute sind die Inseln unbewohnt.
Boote fahren von der Küste hinüber.
Vorzeit
Besonders im Westen ist die Halbinsel von vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern förmlich übersät. Hier eine kleine Auswahl.
Bienenkorbhütten bei Fahan
Runde Steinhütten ohne Mörtel, bei denen jede Steinlage ein Stück weiter nach innen ragt. Wann sie gebaut wurden, ist umstritten. Die Angaben reichen von etwa dem Jahr 700 bis etwa 1200.
Ringforts und Klippenburgen
Kreisrunde Wälle um frühere Gehöfte, dazu Burgen auf Landspitzen wie Caherconree, Dún Beag und Dunmore. Viele Ringforts stehen bis heute auf den Feldern.
Keilgräber und Menhire
Steingräber wie bei Labbanirweeny und aufrecht stehende Steine wie bei Cloonsharragh. Dazu kommen Felsen mit eingeritzten Kreisen, die Cup-and-Ring-Markierungen.
Ogham-Steine
Steine mit Strichen an der Kante. Das ist eine sehr frühe irische Schrift. Ein Beispiel steht an der Kirche von Kilmalkedar.
Kilmalkedar
Eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Drinnen steht ein Stein mit dem lateinischen Alphabet, draußen der Ogham-Stein mit einem Loch am oberen Ende.
Reask
Reste einer frühchristlichen Klostersiedlung, die man ins 6. bis 8. Jahrhundert datiert. Dort stehen auch Steinsäulen, die Pillar Stones.
Alltag
Im Hafen liegen Fischerboote, am Kai stapeln sich Kisten und Netze. Den Tag lässt man bei einem Guinness und einem Irish Stew ausklingen. Meist spielt dazu jemand traditionelle Folksongs.
Hornsignal
In der Fotogalerie sehen Sie die Halbinsel so, wie sie ist. Danach folgt die experimentelle Seite.